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Aktuelles – Bernadette Pichlmaier

10.10.2010: Münchner Marathon-Königin

Strahlender Sonnenschein, angenehme Temperaturen um die 15°C - bessere Bedingungen kann man sich als Läufer kaum wünschen. Dieses traumhafte Herbstwetter am Sonntag, den 10. Oktober, garantierte nicht nur Bernadette Pichlmaier zusammen mit den fast 8.000 Läufern des diesjährigen Jubiläums-Marathons in München ein tolles Rennen, sondern lockte zudem auch zahlreiche Zuschauer und Fans an den Streckenrand, die zusammen mit einigen Musikgruppen für Stimmung sorgten. "Das motiviert unwahrscheinlich und beflügelt richtig. Im Englischen Garten und um den Ostbahnhof herum waren die Zuschauer eher dünn gesät.
Gut, dass der Streckenabschnitt noch ziemlich am Anfang war, da war ich noch frisch und konnte das besser wegstecken. Aber gerade zum Schluss, wenn die Beine schwerer werden, das Ziel zwar schon nahe ist, die letzten Kilometer sich aber ziehen, wird das Publikum immer wichtiger. Und das Münchner Publikum war spitze!" freute sich die Läuferin nach dem Rennen.
Da die Veranstalter des München Marathons bei ihrem Jubiläums-Event möglichst viele bayerische Spitzenläufer versammeln wollten, war Bernadette Pichlmaier gerne der Einladung gefolgt, ihre diesjährige Saison dort zu beschließen, wo ihre Marathonkarriere einst ihren Anfang genommen hatte: 1996 war sie in der bayerischen Landeshauptstadt ihren allerersten Marathon gelaufen. 3:42 h hatte sie dafür gebraucht. "Einmal und nie wieder!" war ihr damaliges Resümee. Ein Glück, dass sie sich nicht daran gehalten hat! Und ebenfalls in München war es ihr zum ersten Mal gelungen, die "magische" 3-Stunden- Marke zu unterbieten. Das ist jetzt 5 Jahre her, und war der Auslöser dafür, dass sie sich professionelle Unterstützung durch Trainer Francisco Munoz gesucht hatte, um auszuloten, ob da noch mehr geht. Und da ging und geht noch einiges, wie sie am Sonntag wieder eindrucksvoll bewiesen hat.
Sehr zufrieden zeigte sich die Athletin mit ihrem Pacemaker Thomas Bosnjak. Präzise und auf die Sekunde genau hielt er sich an die vorher abgesprochenen Durchgangszeiten und führte sie bis Kilometer 37 souverän über die Strecke. Wegen Problemen an der Achillessehne konnte er sie aber nicht ganz bis zum Ziel im Olympiastadion geleiten. "Das hab ich natürlich schon gespürt, dass er weg war. Das Läufer-Feld war ja so auseinander gezogen, dass ich dann vollkommen allein laufen musste. Die letzten 5 Kilometer waren wirklich hart. Hinzu kam dann noch ein ziemlich starker Gegenwind, der zusätzlich Kraft gekostet hat. Aber letztendlich hab ich es ja geschafft!" Und das hat sie! Ihre persönliche Bestzeit hatte sie im Visier: 2:35:26 Stunden – aufgestellt im letzten Herbst beim Frankfurter Marathon. Und 2:35:26 Stunden heißt ihre neue persönliche Bestzeit, auf die Sekunde genau konnte sie ihren Erfolg in München wiederholen. Und damit siegte sie überlegen mit mehr als 20 Minuten Vorsprung auf die Zweitplatzierte. Mit dieser Zeit ist Bernadette Pichlmaier die drittschnellste deutsche Marathonläuferin in diesem Jahr. Schneller waren nur Sabrina Mockenhaupt und Irina Mikitenko.
Ein ganz besonderer Dank der Läuferin gilt ihrem Trainer Francisco Munoz. Nicht nur während des Rennes hat er ihr bestmöglich zur Seite gestanden, indem er sie über die gesamte Strecke mit dem Fahrrad begleitet hat, sich um die Durchgangszeiten und Getränkeversorgung gekümmert und sie mental unterstützt hat. Sondern vor allem auch die intensive Zusammenarbeit im Vorfeld hat diesen Erfolg erst möglich gemacht.
Jetzt ist erst einmal Trainingspause angesagt. Drei Wochen lang wird die Athletin ihre Laufschuhe stehen lassen, sich von der durchweg erfolgreichen Saison 2010 erholen und Kraft tanken für das kommende Winteraufbautraining.


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