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Aktuelles – Bernadette Pichlmaier

09.10.2011: Erfolgreiche Titelverteidigung in München – Unter vollem Einsatz zur optimalen Zielzeit

Der 26. MÜNCHEN MARATHON war für mich ein Höhepunkt der Saison. Nicht nur, weil der Einlauf ins Münchner Olympiastadion nach der sportlichen Anstrengung immer ein besonderer Genuss ist, sondern vor allem, weil ich meinen Sieg vom vergangenen Jahr am Sonntag erfolgreich verteidigen konnte.
Auf die Frage was ich mir für heute vorgenommen hätte, antwortete ich einem Sportreporter, dass ich versuchen wolle, das Beste aus der Situation zu machen. Ideal war die Vorbereitung nicht: Weil ich drei Monate verletzt war, konnte ich nur neun statt der ursprünglich 20 angesetzten Wochen richtig trainieren. Nach dem Startschuss fällt dann aber alles ab: der Rummel, die Reporter,
die Aufregung. Was bleibt, ist die Freude, endlich wieder einen Marathon laufen zu können, der Pacemaker, mein Trainer und die vielen Zuschauer an der Strecke. Die Marathon-Fans haben Francisco Munoz und mich dieses Jahr besonders beeindruckt. Trotz der winterlichen Temperaturen von knapp unter 10 Grad war die Strecke vor allem am Marienplatz und an der Leopoldstraße von sehr vielen Zuschauern besucht. Obwohl sie eine ganze Weile auf die vorderen Läufer warten mussten, applaudierten sie und feuerten uns an. Diese großartige Stimmung hat selbst bei Francisco, der als „alter Hase“ des Laufsports schon viel erlebt hat, für echtes „Gänsehautgefühl“ gesorgt.
Ich selbst war passend für den Wind und die Temperaturen gekleidet und hatte daher mit dem Wetter keinerlei Probleme. Vor dem Start in der Event-Arena hatte ich noch mit meinem Coach und dem Pacemaker Herrn Achmüller – der im Übrigen eine ausgezeichnete Arbeit leistete – besprochen, dass eine Zeit unter 2:40h auf jeden Fall möglich wäre und ein Schnitt von ungefähr 3:45 gleichmäßig gehalten werden sollte. Diese Einschätzung, die auf meinen Trainingswerten der vergangenen Wochen basierte, sollte sich als absolut realistisch erweisen: Beim Einlauf in das Münchener Olympiastadion war mir meine Zeit unter 2:40 nicht mehr zu nehmen. Die Uhr zeigte im Ziel eine ausgezeichnete 2:38h, über die ich mich wirklich sehr freute und mit der ich den Sieg bei den Frauen erkämpfen konnte.
Nach einer eigentlich schon abgeschriebenen Saison hat es sich erwiesen, dass man auch mit viel Grundlagen- und Alternativtraining das Optimum erreichen und auch ohne Leistungs- oder Beweisdruck erfolgreich sein kann. Nach dieser abwechslungsreichen und spannenden Zeit werde ich nun erst einmal eine Trainingspause machen, um dann wieder mit neuem Elan ins Wintertraining zu starten.

© Norbert Wilhelmi (www.wilhelmi-fotograf.de)

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